Du liebst leichte Sommerlooks, aber schon beim Gedanken ans Föhnen wird dir zu warm? Dann gönn deiner Stylingroutine eine Pause von der Hitze. Diese fünf Sommerfrisuren gelingen dir ohne Föhn, Glätteisen oder Lockenstab und wirken trotzdem liebevoll gestylt. Von lässigen Haarklammer-Looks bis zu feinen Babybraids: So bleibt mehr Raum für dein unbeschwertes Sommergefühl.
Weniger Stylinghitze, mehr Sommergefühl
Du kennst es vielleicht: Frisch geduscht stehst du vor dem Spiegel, doch auf eine ausgedehnte Stylingrunde hast du keine Lust. Gerade im Sommer fühlt es sich angenehm an, die Haare aus dem Nacken oder zumindest aus dem Gesicht zu nehmen. Dafür brauchst du weder perfekt gelegte Wellen noch aufwendig geglättete Längen.
Die schönsten Alternativen spielen mit deiner natürlichen Haarstruktur. Eine große Spange, ein paar Haargummis und bei Bedarf etwas Stylingprodukt reichen aus. Du entscheidest, ob dein Look elegant, verspielt oder bewusst unordentlich wirken soll.
1. Der Haarklammer-Twist: mühelos und mit Retro-Charme
Eine große Haarklammer macht aus locker zusammengenommenen Haaren einen Look, der nach Sommerpause auf der Caféterrasse aussieht. Der hochgesteckte Twist greift die Ästhetik der Neunziger- und frühen Zweitausenderjahre auf, ohne verkleidet zu wirken. Besonders schön: Ein bisschen Unordnung gehört dazu. Du musst deine Haare also nicht erst in Form bringen.
So steckst du den Look
- Für mehr Griffigkeit verteilst du nach Wunsch etwas Salzwasserspray in den Längen. Deine Haare dürfen dabei ihre natürliche Bewegung behalten.
- Nimm sie im Nacken wie für einen tiefen Pferdeschwanz zusammen. Drehe die Längen ein und lege den entstandenen Twist am Hinterkopf nach oben.
- Befestige die eingedrehten Haare mit einer großen Klammer. Zupfe einzelne Strähnen vorsichtig heraus und fixiere den Look bei Bedarf mit etwas Haarspray.
Wenn du deine Spange farblich auf dein Outfit abstimmst, wirkt die Frisur besonders harmonisch. Eine Klammer im Ton deines Tops setzt einen schönen Akzent. Lass die Spitzen ruhig locker über die Spange fallen, wenn deine Haarlänge das zulässt: Genau diese kleine Lässigkeit macht den Charme aus.
2. Der Sleek Bun: ein eleganter Look nach dem Waschen
Du möchtest nach der Dusche nicht zum Föhn greifen, aber auch nicht mit offenen, noch feuchten Haaren losziehen? Dann passt ein tiefer Sleek Bun wunderbar. Glatt zurückgenommene Ansätze und ein kompakter Dutt wirken aufgeräumt und lassen sich genauso gut zum Büro-Outfit wie zum luftigen Sommerkleid tragen.
So gelingt der glatte Dutt
- Kämme deine Haare nach dem Waschen behutsam durch und ziehe einen Mittel- oder Seitenscheitel. Für das Styling können deine Haare noch leicht feucht sein.
- Führe die Haare glatt nach hinten und binde sie im Nacken zu einem Pferdeschwanz zusammen.
- Drehe die Längen ein, lege sie um das Haargummi und befestige den Dutt. Mit etwas Haargel kannst du abstehende Härchen am Ansatz anlegen.
Der Sleek Bun ist auch dann eine schöne Option, wenn dein Ansatz nicht mehr ganz frisch aussieht und du den nächsten Waschtag noch etwas hinausschieben möchtest. Statt gegen jede glänzende Strähne anzustylen, machst du die glatte Oberfläche zum Teil des Looks. Wichtig ist nur, dass sich der Dutt angenehm anfühlt und nicht unnötig straff sitzt.
3. Babybraids: kleine Zöpfe mit verspielter Wirkung
Manchmal verändern schon zwei schmale Zöpfe die ganze Frisur. Babybraids rahmen dein Gesicht ein und geben offenen Haaren ebenso wie hochgesteckten Styles eine verspielte Note. Auch hier schwingt ein wenig Neunzigerjahre-Nostalgie mit. Wenn du Lust auf eine auffälligere Variante hast, kombinierst du die feinen Flechtsträhnen mit zwei seitlichen Haarschlaufen.
So flechtest du die feinen Strähnen
- Ziehe einen Mittelscheitel und trenne vorne links und rechts jeweils eine etwa fingerbreite Strähne ab.
- Flechte beide Partien zu schmalen Zöpfen. Sichere die Enden mit kleinen, möglichst unauffälligen Haargummis.
- Für die Variante mit Haarschlaufen teilst du das restliche Haar in zwei gleich große Partien. Binde jede Seite zusammen und ziehe die Längen beim letzten Umschlagen nicht vollständig durch das Haargummi.
So entstehen die charakteristischen Schlaufen, während die Babybraids vorne frei bleiben. Du magst es zurückhaltender? Dann lässt du deine übrigen Haare offen oder bindest sie zu einem Ballerina-Dutt. Bei kinnlangen vorderen Partien fallen die kleinen Zöpfe besonders schön ums Gesicht. Der Look braucht keine künstlichen Wellen: Deine eigene Haarstruktur darf sichtbar bleiben.
4. Der Messy Ballerina-Bun: hochgesteckt, aber nicht streng
Wenn du deine Haare ganz aus dem Nacken haben möchtest, ist ein hoher Dutt ein unkomplizierter Begleiter. In der lockeren Ballerina-Version muss keine Strähne exakt sitzen. Gerade die weiche, etwas zerzauste Form macht den Look so reizvoll. Perfekt für einen Morgen, an dem du lieber draußen frühstückst, als lange vor dem Spiegel zu stehen.
So formst du den lockeren Bun
- Für zusätzlichen Halt kannst du etwas Salzwasserspray in die Längen kneten. Nimm die Haare dafür über Kopf nach vorne.
- Fasse sie zu einem hohen Pferdeschwanz zusammen und befestige ihn mit einem Haargummi.
- Drehe die Längen locker ein und wickle sie um den Ansatz des Pferdeschwanzes. Stecke die Enden mit Haarnadeln fest.
- Lockere den Dutt und die Haare am Kopf vorsichtig mit den Fingerspitzen. Einzelne herausgezupfte Strähnen machen die Form weicher.
Ein Scrunchie rund um den Dutt setzt einen zusätzlichen Akzent. Ob du einen ruhigen Farbton oder einen Kontrast zu deinem Outfit wählst, bleibt ganz deinem Stil überlassen. Hier musst du nichts glattziehen oder perfektionieren: Der Look lebt davon, dass er entspannt bleibt.
5. Der Half-up-Ponytail: freie Stirn, offene Längen
Du trägst deine Haare gern offen, möchtest aber nicht ständig die vorderen Strähnen aus dem Gesicht streichen? Dann ist der Half-up-Ponytail die schöne Mitte zwischen offenem Haar und Hochsteckfrisur. Nur die obere Partie wird zusammengebunden, während die restlichen Längen locker über deine Schultern fallen.
So bindest du den halben Pferdeschwanz
- Gib bei Bedarf etwas Salzwasserspray oder Volumenschaum ins Haar, wenn du dir mehr Griffigkeit und Fülle wünschst.
- Trenne das obere Deckhaar ab und fasse es relativ weit oben am Oberkopf zusammen.
- Binde diese Partie mit einem Haargummi zum kleinen Pferdeschwanz. Lass das übrige Haar offen und lockere den Ansatz nach deinem Geschmack etwas auf.
Mit einem Scrunchie bekommt der Look mehr Retro-Flair, ein schlichtes Haargummi hält ihn dezent. Anders als bei einem kompletten Dutt bleibt dein Nacken hier von Haaren bedeckt. Dafür hast du die Stirn frei und kannst deine offenen Längen genießen – ganz ohne zusätzliches Hitzestyling.
Dein Sommerlook darf sich leicht anfühlen
Du brauchst keine aufwendige Stylingroutine, damit sich deine Haare schön anfühlen. Vielleicht wird die Haarklammer dein täglicher Begleiter, vielleicht passen Babybraids besser zu deiner Sommerlaune. Alle fünf Looks lassen dir Raum für deine natürliche Struktur und deinen eigenen Stil. Nimm dir die Variante, die zu deinem Tag passt – und lass Föhn, Glätteisen und Lockenstab einfach einmal liegen.
